Lipolyse „Fett-Weg-Spritze“

Die Injektions-Lipolyse (Fett-weg-Spritze) ist eine mit Phosphatidylcholin durchgeführte Methode zur Reduzierung kleiner bis mittlerer Fettdepots am gesamten Körper. Ihren Ursprung hat die Lipolysebehandlung in Brasilien und hat seit einigen Jahren in Europa kontinuierlich an Bedeutung gewonnen.

Anwendungsgebiete:

  • Achselfalten
  • Außenschenkel(Reiterhosen)
  • Cellutitebehandlung am Oberschenkel
  • Doppelkinn
  • Fett an den Schulter-Arm-Gelenken
  • Hüften
  • Innenschenkel
  • Knie
  • Lipome
  • Oberarme
  • Oberbauch
  • Oberschenkel, innen
  • oberer Kniebereich
  • Tränensäcke
  • Übergang zum Oberschenkel
  • Unterbauch
  • Unteres Gesäß

Bei bestehenden Grunderkrankungen wie z.B. Hypothyreose (eine Unterfunktion der Schilddrüse kann zur Gewebsvermehrung in der Halsregion führen) kann das Erreichen des Therapieziels verhindert werden oder sogar erfolglos sein. Des Weiteren ist weiches Fettgewebe leichter durch diese Therapie zu behandeln als schon verhärtetes, wie es häufiger bei älteren Patienten vorkommt. Somit ist das Risiko einer Therapieresistenz (kein Ansprechen auf die Behandlung) bei älteren Patienten wahrscheinlicher.

Bei folgenden Erkrankungen sollte diese Behandlung nicht durchgeführt werden:

  • Diabetiker mit Mikroangiopathien (Mikroangiopathien – Durchblutungsstörungen – können in selten Fällen durch die Injektion verstärkt werden)
  • Patienten mit Autoimmunerkrankungen (Systemischer Lupus erythematodes etc.)
  • bei schweren Leberschäden kann der vermehrte Fettabbau die Leber überfordern und so eine Progression (Voranschreiten) der Erkrankung begünstigen
  • chronische Infektionskrankheiten (Tuberkulose, Malaria, etc.)

Das Prinzip der Behandlung ist die Auflösung der Fettzellen durch Injektion des Phospholipids Phosphatidylcholin. Die Lyse(Auflösung) der Zellen konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden, sodass die Wirkung der Lipolyse in der Medizin als unumstritten gilt. Der Wirkstoff Phosphatidylcholin wird aus Sojabohnen gewonnen. Um ihn allerdings injizieren zu können, bedarf es eines Lösungsmittels, welches ebenfalls oberflächenaktive Eigenschaften enthält. Eine solche Substanz stellt die Desoxycholsäure (spezielle Gallensäure) dar. In dieser Verbindung kann die „Auflösung des Fettes“ erreicht werden.